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Siebzehnte Szene
Lagebesprechung der Räuber; alle sind gerüstet. CARLOS : Steht das Fahrzeug bereit, Bulle? GEORGIE : Aufgetankt und startklar, Schakal. CARLOS : Habt ihr euch die Fahrtroute eingeprägt? FU LIN : Hab ich hundertprozentig im Kopf. Die Verbindung zu Omar ben Abbas' Leuten steht, absolut abhörsicher. (Er lädt seine Maschinenpistole durch.) Ich kann's wieder mal kaum erwarten. CARLOS : Immer mit der Ruhe. Noch mal: was macht ihr, nachdem das Ei gelegt ist? FU LIN : Wir laufen bis zur Empire Station, nehmen die drei bis Sakutala Road und steigen dort in den Wagen. CARLOS : Laura, du hast die Tickets für die Fähre? LAURA : Hier. CARLOS : Gut. Dann treffen wir uns alle x plus hundertzwanzig am ... (Ahmed kommt.) CARLOS ärgerlich : Was willst du hier? AHMED : Ich ... FU LIN : Jetzt hat das Schwein alles gehört. AHMED : Ich wollte bloß fragen, ob mein Meister schon angekommen ist. FU LIN springt auf : Schakal, lass mich die Sache jetzt regeln. AHMED leise zu Laura : Wie spät ist es? CARLOS : Was meint er mit 'sein Meister'? Ist das nicht sein Vater gewesen? FU LIN : Er hat uns von Anfang an belogen. Die beiden sind so was wie Zauberkünstler, die sich mit irgendwelchem Hokuspokus über Wasser halten. Der Alte hat keinen Pfennig Lösegeld auftreiben können. AHMED : Das ist nicht wahr, wir haben reiche Freunde in der Stadt. FU LIN nimmt seine Waffe in Anschlag : Er hört nicht eher auf zu lügen, bis ich ihm das Maul endgültig stopfe. CARLOS : Es ist aus und vorbei mit dem Schwindel. Der Alte kommt nicht, und du weißt zuviel. Du hast es dir selber zuzuschreiben, was jetzt mit dir passiert. LAURA : Wartet. Wenn er wirklich zaubern kann, könnte er uns noch nützlich sein. FU LIN giftig : Bis jetzt bist nur du ihm nützlich gewesen. Deine kleine brave Braut hat sich nämlich ganz angeregt mit ihm unterhalten. CARLOS : Stimmt das? LAURA : Unsinn! FU LIN : Und was ist das? Sieht verflucht nach einem Taschentuch von dir aus. CARLOS : Woher hast du das, Ratte? FU LIN : Es war bei dem Jungen. CARLOS : Woher hatte er das, Laura? AHMED : Ich hab's geklaut. GEORGIE : Oh oh, mit Taschentüchern fängt es an, dann kommen bald die Schlüpfer dran. (verblüfft) Das reimt sich, ich bin ein Dichter. FU LIN : Dann haben wir ja einen rechtmäßigen Grund, ihn hinzurichten, wegen Kameradendiebstahl. GEORGIE : Ich könnte eine Grabrede für ihn dichten. LAURA : Er hat es von mir. CARLOS : Du hast es ihm selbst gegeben? FU LIN : Schakal, ich würde mich an deiner Stelle vor den beiden in Acht nehmen, die machen gemeinsame Sache, wenn wir sie jetzt nicht auseinander bringen. LAURA : Du elende Ratte, du willst nur selber an Schakals Platz. Die ganze Zeit versuchst du, zwischen uns Zwietracht zu säen und uns gegeneinander aufzuhetzen. GEORGIE : Das war gut gesprochen, aber ich finde nicht, dass mich Ratte aufhetzt. LAURA : Du brauchst ja auch nur dein Fressen, dann bist du zufrieden. GEORGIE : Na und? Was ist daran schlecht? Es kann nicht jeder auf Schönheitskönigin machen. Hey, Kleiner, du willst doch nicht etwa weglaufen? Dafür ist es jetzt zu spät. CARLOS : Wenn es stimmt, dass du zaubern kannst, dann beweise es. AHMED : Niemals. FU LIN : Stopfen wir ihm das Lügenmaul! CARLOS zückt plötzlich ein Messer und hält es Laura an den Hals : Beweise es, oder ich werde der hübschen Laura was antun. Georgie lacht dreckig. LAURA : Bist du verrückt, Schakal, lass mich los. AHMED : Hört auf! LAURA zu Ahmed : Fall' da nicht drauf rein! AHMED : Ich mache euch ein Angebot: Ich zaubere euch einen Schatz her, und ihr lasst dafür Laura und mich frei. CARLOS : Warum sollten wir darauf eingehen, wir können dich sofort umlegen. AHMED : Dann bekommt ihr den Schatz nicht. FU LIN : Was für ein Schatz ist das? AHMED wendet sich bei der Aufzählung an jeden einzelnen : Man nennt ihn 'Die Vier Kostbarkeiten', er verhilft zu großem Reichtum und zu Macht. Man hat damit Geld im Überfluss, Essen und Trinken soviel man nur will, und eine unbesiegbare Waffe im Kampf gegen andere. CARLOS stößt Laura weg : Die Schlampe kannst du gleich haben, ich habe sie sowieso satt. GEORGIE schnalzt mit der Zunge : Dann kann sie ja meine Braut werden. FU LIN : Also los, gib uns diese Kostbarkeiten! AHMED : Und ihr lasst uns gehen? CARLOS : Einverstanden. Jetzt mach' schon, wir haben keine Zeit. AHMED : Dann beginne ich. (Er zelebriert die ersten Gesten.) GEORGIE : Das sieht aber noch sehr mager aus. CARLOS : Halt's Maul, Bulle. (Während des Zaubers entwickelt sich die Szene zu einem beeindruckenden Spektakel. Die Räuber sind stumm vor Staunen. Ahmed übertönt alles mit seinen Beschwörungen.) AHMED : Aronda kausa buglibuma! ... Savantas megapontus talim talum! ... Irisprufens allamista taut korrelium naron! ... Podpodera rurus in orefant segudlaris! ... Kauda demur foldarecur setens meriboh ... Astflie rotunobar drobar dro (Ahmed teilt die Kostbarkeiten zu, die nacheinander vom Himmel fallen. Ein Esel fällt herab.) AHMED : Das ist für dich, Schakal! CARLOS : Willst du mich verarschen, Kerl! Was soll ich mit einem stinkenden Esel! AHMED seine Beschwörungen nicht unterbrechend : Zieh ihn am Schwanz, und du wirst sehen, was für ein wertvolles Tier es ist. (Aus dem Hintern des Esels fallen Geldstücke.) CARLOS : Oho, Geld! Geld und noch mehr Geld. (Ein Tisch fällt herab.) AHMED : Das ist für dich, Bulle. Schlage mit der Faust auf den Tisch. (Georgie tut es, und der Tisch ist gedeckt mit köstlichsten Speisen und Getränken.) GEORGIE : Ochsenschwanz und Leberkäse! Das ist ja vom Allerfeinsten. AHMED : So oft und so viel du willst. FU LIN : Was ist mit mir? (Eine riesige Keule fällt Fu Lin vor die Füße.) AHMED : Eine Keule, die deinem Gegner den Garaus macht, ohne dass du nur einen Finger rührst. Sage einfach 'Knüppel voran!' FU LIN schwingt die Keule : Knüppel voran! Ha ha ha, großartig! (Die Keule haut Georgie auf den Rücken.) GEORGIE, der sich gierig über sein Essen hermacht : Aua! Hey, lass das, Ratte. FU LIN begeistert : Wie kriegt man ihn wieder zur Ruhe? AHMED : Sage 'Knüppel still'. Aber er hört nur auf dich. FU LIN : Knüppel still! Knüppel voran! Knüppel still! Knüppel voran! Knüppel still! Der Zauber ist beendet; Ahmed sinkt erschöpft zu Boden. Laura wischt sich Tränen vom Gesicht. CARLOS häuft die Geldstücke zu Türmen : Zehntausendzweihundertfünfzig, zehntausendfünfhundert, zehntausendsiebenhundertfünfzig ... GEORGIE zufrieden : Du, Schakal. CARLOS : Stör' mich jetzt nicht, ich muss Geld zählen. GEORGIE mit vollem Mund : Ich wollte dir bloß sagen, dass ich nicht mehr mitmache. FU LIN : Wobei? GEORGIE : Bei unseren Aktionen, bei dem ganzen Räuberkram und so. Wozu? Ich habe hier alles, was ich will, Fressen bis zum Abwinken, genau das, was ich mir immer gewünscht habe. FU LIN : Spinnst du? Wir müssen das Ding durchziehen. Ich muss meine neue Geheimwaffe ausprobieren, die soll den Soldaten ordentlich auf dem Buckel rumtanzen. GEORGIE gleichgültig : Kannst du ja machen, aber ohne mich. FU LIN : Du musst fahren. GEORGIE : Hättest'e dir eben lieber 'n neues Auge zaubernlassen, oder 'n Schofför, ha ha ha. 'N Terrorist mit Schofför, ha ha ha. 'James, fahr mich zum Hilton Hotel, ich muss da eine Bombe abgeben'. FU LIN : Knüppel voran! GEORGIE : Au, au, au! Du dreckige Ratte, stell sofort den Prügel ab. FU LIN : Ich denke nicht dran. GEORGIE : Dann schlag ich dich tot. FU LIN lachend : Dann prügelt er dich bis in alle Ewigkeit. Denn er hört nur auf mich. GEORGIE wie verändert : Bitte, bitte, stell ihn ab. FU LIN : Machst du weiter mit? GEORGIE : Ja. Stell ihn ab. FU LIN aufatmend : Ich dachte schon, du wolltest im Ernst aussteigen, Fettwanst. (Er stellt die Keule ab und setzt sich mit an den Tisch.) Und friss jetzt nicht soviel. Gib mir auch was ab. GEORGIE schnappt sich die Keule und haut Fu Lin mit voller Wucht auf den Schädel : Da hast du! (Die anderen blicken stumm auf die beiden.) Na, das hättet ihr nicht erwartet, dass Bulle so schlau ist. Wenn ich den Scheißprügel nicht abstellen kann, dann stell' ich eben die miese Ratte ab, so einfach ist das. So, und jetzt werde ich erst mal in aller Ruhe speisen. (Georgie beißt in eine Gänsekeule, verschluckt sich daran, gerät in Atemnot, bekommt einen Herzanfall und bricht zusammen.) LAURA zitternd : Bulle! CARLOS : Die sind beide hin. Scheiße, wir müssen weg hier, Bulle fängt sicher gleich an zu stinken, und dann haben wir die Soldaten auf dem Hals. Los, Laura, wir hauen ab. AHMED : Du hast gesagt, Laura und ich sind frei. CARLOS : So ist es auch. Du kannst machen, was du willst. AHMED : Und Laura? CARLOS : Die geht mit mir. AHMED zu Laura, die immer noch zittert : Sag' du doch was. CARLOS : Ach überhaupt, Freundchen, du hast gesagt, es sind vier Schätze, ich sehe aber nur drei. Du hast dich nicht an unsere Abmachung gehalten. Die arme Laura soll wohl leer ausgehen? LAURA unwillig : Ich brauche nicht so was. CARLOS unverschämt : Aber ich will es. Los, rück das vierte Ding raus, oder ich leg' dich zu den andern beiden. AHMED : Ich habe es versucht, ehrlich. Aber ich bin noch nicht soweit, dass ich alle Vier Kostbarkeiten schaffe. LAURA : Lass ihn geh'n. CARLOS : Ihn gehenlassen? Er hat mich doppelt beschissen. Er hat mich hinter meinem Rücken mit meiner Braut betrogen, und mich um einen Teil meines Schatzes gebracht. LAURA entschlossen : Der Esel reicht doch voll und ganz für dich. Und er hat dich nicht mit mir betrogen, weil ich nämlich auch nicht mehr deine Braut bin, schon lange nicht mehr. CARLOS : Wie soll ich das verstehen: der Esel reicht für mich? Der Esel für den Esel, soll es das heißen? LAURA : Versteh's wie du willst, es ist mir egal. Wir sind nicht mehr zusammen. CARLOS : Ah, jetzt kapier ich. Ihr habt die ganze Zeit geplant abzuhauen, und wenn's sein muss, auch mich um die Ecke zu bringen. LAURA stellt sich auf Ahmeds Seite und schreit Carlos an : Verschwinde endlich! CARLOS : Ja, du Hure, ich gehe. Aber ihr habt euch verrechnet, die Partie vermassel ich euch noch. (Zieht ein Messer und stürzt sich auf Ahmed. Laura schlägt die Hände vor's Gesicht.) LAURA : Carlos, tu das nicht! Nein! CARLOS sticht zu : Da hast du, was du verdienst. Und nun, lebt wohl, ha ha ha. (Er geht.) (Ahmed liegt am Boden.) LAURA kniet weinend neben ihm nieder und umfasst ihn : Ahmed! Ahmed! Steh auf, sag was. (Baumann kommt.) BAUMANN : Was war denn hier los? Oh, eine Tragödie. Laura? Kleines. (Er versucht, Laura zu trösten, aber sie wehrt schluchzend ab.) Du hast ihn wohl gern gehabt? (Laura nickt und streichelt Ahmeds Haupt.) Herrje, wenn ich nur wüsste, wie ich dich trösten könnte, wenn ich für den Jungen schon nichts mehr tun kann. Aber ich bin nur ein Ingenieur, ich verstehe zwar etwas von Strom und Gasleitungen, aber vor solchem Herzeleid ist meine ganze Ingenieurskunst machtlos. (Melospheros kommt.) BAUMANN : Oh, schau mal, wer da kommt. Meister Melospheros, seht nur die Bescherung! Alles verloren, alles kaputt. Das ist Laura, sie war gerade seine neue Freundin geworden. Eine so junge Liebe - im Keime erstickt. MELOSPHEROS : Wann ist das geschehen? BAUMANN : Grade eben. Ich wollte zu Hilfe eilen, doch ... könnt ihr vielleicht noch irgendwas retten, Meister? Ihn wieder zum Leben erwecken? Oder wenigstens, dass er Laura noch ein paar Abschiedsworte sagen kann. LAURA blickt zu ihm auf : Ihr könnt es gewiss, Meister. Versucht es, bitte, bitte, versucht es. MELOSPHEROS Ahmed liebevoll berührend : Ich hatte ihn gewarnt. BAUMANN : Ich ebenfalls. Ich habe gesagt, vertraue auf den Meister und warte, bis er zurückkommt. MELOSPHEROS : Ich hatte ihm gesagt, wenn er den Zauber der Vier Kostbarkeiten ausführt, bringt das großes Unheil über ihn und andere. BAUMANN : Und so war es. Obwohl, dieser Kostbarkeitenzauber ist wirklich eine beeindruckende Nummer. Ich konnte es zwar nur aus meinem Versteck beobachten, aber es war atemberaubend. LAURA unter Tränen : Ich hätte ihm zur Flucht verhelfen sollen. Und was habe ich stattdessen getan? Ich habe es zugelassen, dass er verprügelt, gedemütigt und getötet wird. Ich bin es auch nicht wert, ohne ihn mit meiner Schuld weiterzuleben. BAUMANN : Gott, Kindchen, so was sagt man nicht so leichtfertig dahin. MELOSPHEROS : War ihm der Zauber gelungen? BAUMANN : Ja, eigentlich, für einen Anfänger, alle Achtung. Na, irgendwie, an dem Schluss, da müsste er noch dran feilen, ich meine, da hätte er noch ... MELOSPHEROS um sich blickend : Es waren nur drei Sachen gekommen? BAUMANN : Ja leider. Laura hat dummerweise - großzügigerweise auf ihren Teil verzichtet. (Er sieht, dass Laura sich erhoben, eine herumliegende Pistole gegriffen hat und sich an den Kopf hält.) Laura, was machst du da? Lass die Dummheiten sein, es wird alles ... (In diesem Moment fällt krachend ein Gegenstand herab. Die Darsteller können durchaus so spielen, als wäre das für sie völlig unerwartet.) BAUMANN : Herr Gott Sapperment, bekommt man hier einen Schrecken eingejagt. Was soll das denn sein? MELOSPHEROS, es prüfend - es ist eine Flasche : Das ist nichts geringeres als die vierte Kostbarkeit. LAURA : Dann ist ihm der Zauber doch richtig gelungen? BAUMANN : Was ist es? MELOSPHEROS reicht die Flasche Laura : Gib' ihm davon zu trinken. BAUMANN : Ein Toter, der das Fläschchen bekommt, man lernt nie aus. AHMED erwacht und setzt seine Beschwörung fort :... und für dich, Laura, einen Zaubertrank, der sogar Tote zum Leben wiedererwecken kann. LAURA freudig : Nein, Ahmed, für dich! Nur für dich, mein Liebster. AHMED kommt zur Besinnung : Ist es wahr? Meister Melospheros! Ihr seid zurückgekommen. Der Zauber, es hat geklappt ... ich habe ... oh! Ich habe eine große Dummheit begangen. BAUMANN : Dumm hat Schwein. MELOSPHEROS : Ich habe geahnt, dass du so handeln wirst. BAUMANN : Werdet Ihr den Jungen behalten? LAURA : Verstoßt ihn nicht, großer Zauberer, er hat nur getan, wozu ihn sein gutes Gewissen gedrängt hat. (Ahmed und Laura haben sich erhoben.) AHMED : Meister, ich möchte euch bitten: entlasst mich aus eurem Dienst. MELOSPHEROS : Aber deine Ausbildung steht kurz vor dem Abschluss. BAUMANN : Ohne Abschluss kriegt man heutzutage schlecht eine Stelle. AHMED : Ich weiß. Ihr habt mir fast alles beigebracht, was ein Zauberer wissen kann, und in wenigen Wochen würde ich auch den Rest noch lernen. Aber ich habe mich anders entschieden. (Er fasst Laura an der Hand.) Ich möchte mit Laura ein Leben führen ohne Zauberei und ohne Räuberei, wenn sie es auch will. LAURA : Ja, ich will es auch. (Sie gibt ihm einen Kuss.) BAUMANN : Herrlich! Bravo! MELOSPHEROS : Ich akzeptiere deinen Entschluss, und ich wünsche ... ich hoffe, ihr werdet glücklich. Falls du später, ich meine, irgendwann einmal deinen Abschluss nachholen willst, ich stehe dir jederzeit zur Verfügung. AHMED umarmt den Meister : Danke für alles. LAURA desgleichen : Ich danke Ihnen auch. BAUMANN : Ei jei jei. Ich könnte euch übrigens ein Paar ausgezeichnete amerikanische Pässe besorgen. LAURA : Danke, Mister Baumann, aber vorerst brauchen wir das nicht. BAUMANN nimmt einige Scheine aus seiner Brieftasche : Dann nehmt wenigstens das als kleines Geschenk von mir. Auch damit ihr mich nicht in allzu schlechter Erinnerung behaltet. (Ein Trupp Soldaten mit einem Offizier stürmen auf die Bühne.) BAUMANN : Huch, wer sind die denn? Ah, Herr Oberstleutnant, gut dass sie endlich da sind. Zwei von den Banditen haben wir unschädlich gemacht, der dritte ist in diese Richtung geflüchtet, er reitet auf einem Esel, kann also noch nicht weit weg sein. Bitte schießen Sie nicht auf das Tier. Wir konnten alle Geiseln lebend befreien und ... was denn jetzt? Die Presse will ein Foto machen? Na gut, kommt alle her. (Sie stellen sich für die Fotografen auf: Melospheros, Laura, Ahmed, Baumann, der Oberstleutnant.) LAURA : Wenn mich mein Alter sieht, fällt er erst mal in Ohnmacht. BAUMANN : Und wenn mich meine Gertrud sieht, muss ich nach Hause kommen. Vorhang. |
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