Friedrich Schiller
Kabale und Liebe


Szenen Übersicht Erster Akt : Erste Szene
 
 

Personen


Präsident von Walter : am Hof eines deutschen Fürsten

Ferdinand : sein Sohn, Major

Hofmarschall von Kalb

Lady Milford : Geliebte des Fürsten

Wurm : Sekretär des Präsidenten

Miller : Stadtmusikant

Frau Miller : seine Frau

Luise : Tochter der Millers

Sophie : Kammerfräulein der Lady Milford

ein Kammerdiener des Fürsten

verschiedene Nebenpersonen



Szenen


Erster Akt

Erste Szene
Zweite Szene
Dritte Szene
Vierte Szene
Fünfte Szene
Sechste Szene
Siebente Szene


Zweiter Akt

Erste Szene
Zweite Szene
Dritte Szene
Vierte Szene
Fünfte Szene
Sechste Szene
Siebente Szene


Dritter Akt

Erste Szene
Zweite Szene
Dritte Szene
Vierte Szene
Fünfte Szene
Sechste Szene


Vierter Akt

Erste Szene
Zweite Szene
Dritte Szene
Vierte Szene
Fünfte Szene
Sechste Szene
Siebente Szene
Achte Szene
Neunte Szene


Fünfter Akt

Erste Szene
Zweite Szene
Dritte Szene
Vierte Szene
Fünfte Szene
Sechste Szene
Siebente Szene
Achte Szene



Szenen Übersicht


Erster Akt Erste Szene  » » »

Der Musikant Miller ist sehr wütend über die Beziehung seiner Tochter Luise zu dem Major Ferdinand. Ferdinand ist der Sohn des Präsidenten von Walter und somit von adliger Herkunft. Als Bürgerlicher gibt Miller der Verbindung von Luise und Ferdinand keine Chance. Außerdem glaubt er, dass der Major die Luise bloß für eine kurze Affäre benutzen will und sie hinterher keinen Mann mehr finden würde, der sie zur Frau nimmt. Frau Miller dagegen kann dem Verhältnis ihrer Tochter zu dem Major (und Baron) natürlich nur Gutes abgewinnen. Vergeblich versucht sie, ihren Mann von den Vorteilen zu überzeugen.


  Zweite Szene  » » »

Der Sekretär Wurm, welcher bei dem Präsidenten von Walter in Dienst steht, kommt zu den Millers. Auch er hat es auf Luise abgesehen und drängt Miller vorsichtig dazu, sein Einverständnis für eine solche Verbindung zu geben. Frau Miller prahlt gegenüber Wurm damit, dass der Major von Walter schon so gut wie zur Familie gehört, worauf ihr Mann ihr den Mund verbietet. Aber auch der Sekretär Wurm ist ihm für seine Tochter nicht recht. Offenbar will Miller sie am liebsten überhaupt nicht in eines Mannes Hände geben. Den Sekretär jedenfalls vergrätzt er dermaßen, dass der sich wie rausgeworfen fühlen muss.


  Dritte Szene  » » »

Luise schwärmt von Ferdinand. Und da kommt er auch schon.


  Vierte Szene  » » »

Ferdinand spricht von seiner Liebe zu ihr. Luise zweifelt daran, dass er als Aristokrat und sie als eine Bürgerliche zusammenkommen werden. Ferdinand ist drauf und dran, seine Herkunft und seine Karriere für Luise aufs Spiel zu setzen.


  Fünfte Szene  » » »

Präsident von Walter und Sekretär Wurm hecken einen Plan aus. Da die Lady Milford einer neuen Geliebten des Herzogs weichen muss, soll sie heiraten. Damit wird auch der Einfluss des Präsidenten auf den Herzog weiterhin gesichert. Zum Ehemann der Lady wird Ferdinand bestimmt. Sekretär Wurm, der von Millers Abfuhr noch gekränkt ist, hofft, dass die Beziehung zwischen Ferdinand und Luise zerbricht.


  Sechste Szene  » » »

Der Präsident beauftragt den Hofmarschall von Kalb damit, die bevorstehende Heirat der Lady Milford mit Ferdinand (der davon natürlich noch gar nichts weiß) öffentlich zu machen.


  Siebente Szene  » » »

Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn. Der Präsident muss zunächst erkennen, dass Ferdinand tatsächlich ernsthaft in Luise Miller verliebt ist. Dann verkündet er die geplante Heirat mit der Milford und droht dem Sohn, er möge sich diesem Entschluss ja nicht widersetzen. Ferdinand bleibt völlig erschüttert zurück.


Zweiter Akt Erste Szene  » » »

Lady Milford unterhält sich mit ihrem Kammermädchen Sophie. Die Lady durchschaut selbstverständlich die Machenschaften der Männer am Hofe. Aber sie gesteht der überraschten Sophie, dass die Heirat mit Ferdinand keine "Hofkabale" ist, sondern in Wahrheit von ihr selbst herbeigeführt wurde, weil sie den Major liebt.


  Zweite Szene  » » »

Die berühmte "Kammerdiener Szene", in der die üble Politik der deutschen Fürsten angeprangert wird, landeseigene Soldaten unter Zwang zu rekrutieren und für Geld nach Amerika in den Krieg zu schicken.


  Dritte Szene  » » »

Unterredung zwischen Ferdinand und der Lady Milford. Er macht ihr Vorwürfe, dass sie sich für ein so verlogenes Spiel (ihre Verheiratung) hergibt, und er verteidigt zugleich seine Ehre. Aber als Lady Milford ihm die unglückliche Geschichte ihrer Herkunft und Familie anvertraut, bekommt Ferdinand ein ganz anderes Bild von ihr. Dennoch besteht sie auf der Heirat.


  Vierte Szene  » » »

Miller hat von dem Plan des Sekretärs Wurm erfahren, der Luise öffentlich in Verruf bringen (und damit die Beziehung zwischen ihr und Ferdinand kaputtmachen) will. Miller will allen Gerüchten zuvorkommen und den Präsidenten selbst über die wahre Situation aufklären. Doch da ...


  Fünfte Szene  » » »

... stürzt Ferdinand ins Haus und unterrichtet Luise und die Millers über die Entscheidung seines Vaters, den Sohn mit der Lady Milford zu verbinden. Luise ist am Boden zerstört. Ferdinand will dem Vater nicht gehorchen, für ihn ist noch nichts verloren. Indem er sich aufmacht ...


  Sechste Szene  » » »

... betritt der Präsident Millers Wohnung. Er befragt Luise über ihr Verhältnis zu seinem Sohn; er behandelt sie wie eine Hure. Miller nimmt seine Tochter in Schutz und wird schließlich so mutig, dem Präsidenten zu widersprechen.


  Siebente Szene  » » »

Auf Befehl des Präsidenten erscheinen Gerichtsdiener, die Luise verhaften sollen. Ferdinand beschützt sie und stellt sich dem Vater entgegen. Die Gerichtsdiener zögern, der Präsident steigert sich in seinen Zorn hinein. Schließlich droht Ferdinand damit, aller Welt zu verraten, auf welche verbrecherische Weise der Vater zum Präsidenten geworden ist.


Dritter Akt Erste Szene  » » »

Zweiter Versuch des Präsidenten und des Sekretärs. Wurm schlägt vor, Luises Eltern wegen Majestätsbeleidigung zu verhaften und danach Luise unter Druck zu setzen. Sie soll einen Liebesbrief an den Hofmarschall von Kalb schreiben, der dann Ferdinand in die Hände gespielt werden soll.


  Zweite Szene  » » »

Der Hofmarschall von Kalb wird in die Aktion eingeweiht und ist bereit, die Rolle des Liebhabers zu übernehmen.


  Dritte Szene  » » »

Sekretär Wurm meldet dem Präsidenten, dass die Millers verhaftet worden sind. Der Präsident billigt Wurms Entwurf für den Brief.


  Vierte Szene  » » »

Ferdinand will Luise überreden, dass sie mit ihm flieht, aber Luise zögert, und er wird misstrauisch.


  Fünfte Szene  » » »

Luise fragt sich, warum die Eltern so lange fortbleiben. Der Sekretär schleicht sich ins Zimmer.


  Sechste Szene  » » »

Wurm erpresst Luise, es gebe nur einen Weg, ihre Eltern aus dem Gefängnis herauszuholen: wenn sie den Brief schreibt, den er ihr diktiert. In ihrer Not gehorcht sie.


Vierter Akt Erste Szene  » » »

Ferdinand auf der Suche nach dem Hofmarschall.


  Zweite Szene  » » »

Ferdinand hat den Brief offenbar gefunden; er ist mit seinen Gedanken und Gefühlen völlig durcheinander.


  Dritte Szene  » » »

Harte Auseinandersetzung zwischen dem Hofmarschall und Ferdinand. Er stellt ihn zur Rede, er will wissen, was zwischen ihm und Luise vorgefallen ist. Er will sich sogar mit ihm duellieren, lässt ihn dann aber doch laufen.


  Vierte Szene  » » »

Ohne es deutlich auszusprechen, fasst Ferdinand den Entschluss, Luise umzubringen.


  Fünfte Szene  » » »

Ferdinand und der Vater reden miteinander. Während Ferdinand dem Vater in seiner Abneigung gegen Luise plötzlich Recht gibt, hat der Präsident offenbar sein Urteil über sie geändert und rät Ferdinand zu. Sie wissen beide nicht mehr, was sie voneinander halten sollen. (eine etwas schwer zu durchschauende Szene)


  Sechste Szene  » » »

Lady Milford erwartet Luise, sie will sie eventuell als Kammermädchen in Dienst nehmen.


  Siebente Szene  » » »

Unterredung zwischen Lady Milford und Luise. Die Lady versucht zunächst, Luise einzuschätzen. Nach anfänglicher Schüchternheit nimmt Luise kein Blatt vor den Mund und sagt der Lady ihre Meinung. Die Milford ist über soviel Selbstbewusstsein nicht gerade amüsiert. Als sie merkt, dass sie Luise nicht durch Drohung dazu bringen kann, von Ferdinand zu lassen, versucht sie es mit Bestechung. In Luises Augen ist die Lady eine der treibenden Kräfte, die ihre Liebe zerstört haben. Schließlich gibt sie auf und überlässt ihr Ferdinand. Es bricht ihr das Herz, aber sie bewahrt ihren Stolz und ihre reine Seele.


  Achte Szene  » » »

Lady Milford ist nach Luises Auftritt erschüttert. Sie ringt mit sich selbst und fasst schließlich den Entschluss, den herzoglichen Hof zu verlassen und fortzugehen. Daher ...


  Neunte Szene  » » »

... schreibt sie einen Abschiedsbrief an den Herzog, den sie dem Hofmarschall von Kalb (der inzwischen gekommen ist) zum Lesen gibt. Er ist fassungslos und bestürzt über ihren Entschluss. Die Lady verabschiedet sich von ihrem Personal.


Fünfter Akt Erste Szene  » » »

Luise sitzt allein im Zimmer. Der Vater kommt hinzu, er hat sie überall gesucht. Sie hat einen Brief an Ferdinand geschrieben, in dem sie offenbart, wie sie beide das Opfer schamloser Intrigen (Kabale) geworden sind. Sie gibt ihm dem Vater zu lesen. Da ist von einem geheimnisvollen Ort die Rede, an den die beiden fliehen können. Damit meint sie das Grab. Miller ist zutiefst erschüttert, dass seine Tochter sich das Leben nehmen will. Er will sie davor bewahren, sie bleibt dabei. Schließlich sieht sie ein, dass sie damit dem Vater das Herz brechen würde. Sie zerreißt den Brief. Da kommt Ferdinand ...


  Zweite Szene  » » »

... mit dem Brief des Marschalls. Er hält ihn Luise vor die Augen und will wissen, ob sie ihn tatsächlich geschrieben hat. Sie bejaht es, aber sie sagt nicht, dass sie dazu gezwungen wurde. Ferdinand glaubt, von ihr betrogen worden zu sein und verzweifelt über ihrer Tat. Zuletzt bittet er (zum Schein) um ein Glas Limonade.


  Dritte Szene  » » »

Während Luise hinausgeht, wechseln Miller und Ferdinand in ziemlich lähmender Atmosphäre ein paar Worte, bis Miller nachschaut, wo Luise so lange bleibt.


  Vierte Szene  » » »

Ein kurzer Monolog Ferdinands, in dem er gegen alle letzte Einwände seinen Entschluss, Luise umzubringen, bekräftigt.


  Fünfte Szene  » » »

Miller kommt zurück. Ferdinand will ihm noch das Geld geben, das er ihm für die Musikstunden schuldet. (Damit hatte alles angefangen, und er hatte Luise das erste Mal gesehen.) Miller lehnt zunächst ab, dann sieht er, dass in der Geldbörse Goldstücke sind. Ferdinand besteht darauf, dass er das Geld annimmt. Da gerät Miller außer sich vor Freude, seine Zukunft und die seiner Familie sind damit gesichert. Ferdinand macht eine bittere Miene und kann sich vor innerem Schmerz kaum mehr beherrschen.


  Sechste Szene  » » »

Luise kommt mit der Limonade (und mit rotgeweinten Augen). Ferdinand schickt Miller weg, er soll einen Brief Ferdinands an seinen Vater, den Präsidenten, abgeben. Luise errät wohl instinktiv, was bevorsteht.


  Siebente Szene  » » »

Das letzte Gespräch zwischen Ferdinand und Luise. Er bringt sie nebenbei dazu, die Limonade zu trinken, in die er vorher unbemerkt Gift geschüttet hat. Er macht ihr Vorwürfe, dann gesteht er ihr, was er getan hat und dass sie sterben muss. Sie sagt ihm die Wahrheit über den Brief. Ferdinand kann sie nicht mehr retten. Er will den Präsidenten töten. Luise stirbt. Ferdinand trinkt nochmals aus dem Glas mit dem Gift.


  Letzte Szene  » » »

Der Präsident (der Ferdinands Brief erhalten hat) kommt. Hinter ihm Wurm, Gerichtsdiener und Miller, der seine tote Tochter erblickt. Ferdinand klagt seinen Vater an und verflucht ihn. Der Präsident versucht, alle Schuld auf den Sekretär zu schieben und lässt ihn verhaften. Wurm droht, gegen den Präsidenten auszusagen. Der Vater versucht verzweifelt, den sterbenden Sohn dazu zu bewegen, ihm zu vergeben. Mit allerletzter Kraft reicht ihm Ferdinand die Hand und stirbt an der Seite Luises. Der Präsident überantwortet sich selbst dem Gericht.


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