Alexander Fuchs : Gotha
Literatur aus Gotha

herausgegeben von Alexander Fuchs nightletter@web.de

 
  Mary Walden
  Nach der Wende

 

Der Roman erzählt das Schicksal des Oberleutnants Gerhard Ziegler, der hauptamtlicher Mitarbeiter der DDR Staatssicherheit gewesen war. Nach der Wende gerät er in die Machenschaften des organisierten Verbrechens.

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  Jerome Le Brag
  Genua - zwei Tage älter

 

Charlotte Amalia war bis an ihr Lebensende eine Herzogin von Sachsen-Gotha-Altenburg, obgleich das Fürstentum längst unter andere Regierung gekommen war. Nach dem Tod ihres Gatten verließ Herzogin Charlotte die Residenz Gotha, in Begleitung des Astronomen Franz Xaver von Zach. Sie lebten in Neapel, in Marseille und in Genua.

Ihre Enkelin Luise heiratete 1817 Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Saalfeld, trennte sich aber später von ihm und nahm ihren Geliebten zum Mann. Aus der Ehe mit dem Herzog waren zwei Söhne hervorgegangen: Albert und Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha. Albert heiratete Victoria, die Königin von England. Daher wird Prinzessin Luise auch als Stamm-Mutter des englischen Königshauses bezeichnet.

Herzogin Charlotte überlebte sowohl ihren Mann, als auch ihre Söhne August und Friedrich. Sie fand ihre letzte Ruhestätte 1827 in Genua; sie war nie mehr nach Gotha zurückgekehrt.

Jerome le Brag lässt über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert Schauplätze und Personen lebendig werden und schildert in einer kunstvollen Mischung aus Dichtung und Wahrheit das Wohl und Wehe einer versunkenen Welt.


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  Nikolai Novadin
  Dostojewski in Dresden

 

Im Jahr 1849 wurde der Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski von einem russischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Er hatte bei einer Versammlung des politischen Aktivisten Petraschewski einen "staats- und religionsfeindlichen" Brief des Literaturkritikers Belinski vorgelesen und weitergegeben.

Unmittelbar vor der Hinrichtung wurde Dostojewski durch Kaiser Nikolai, den Zaren, begnadigt, und die Strafe umgewandelt in mehrjährige Verbannung und Lagerhaft in Sibirien.

Jahre später kehrte Dostojewski nach Petersburg, seiner Heimatstadt, zurück und versuchte, sich als Schriftsteller und Zeitungsredakteur zu etablieren. Er heiratete die (um mehr als zwanzig Jahre jüngere) Anna Grigorjewna, mit der er, hauptsächlich um seinen Gläubigern zu entkommen, für einige Zeit in Dresden wohnte.

Die 1860er Jahre waren für die politische Lage in Europa außerordentlich ereignisreich und folgenschwer; am Ende standen unter anderen Ergebnissen die Gründung des Deutschen Kaisereichs und die Pariser Kommune. Viele ideologische Kämpfe wurden in dieser Zeit geführt, Politiker und Revolutionäre auf den unterschiedlichsten Positionen rangen um Einfluss und Macht.

Nikolai Novadin arbeitet für eine Abteilung im russischen Geheimdienst, die für die Aufklärung staatsfeindlicher Umtriebe im Ausland zuständig ist. Auch die Brüder Dostojewski geraten im Laufe der Ermittlungen ins Visier der Agenten. Zunächst aber wird Novadin, der übrigens selbst in eine unangenehme Sache verwickelt war, zur Bewährung nach London geschickt.


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  Richard Koenig
  Aus dem Leben des Georg Heinrich Kanoldt

 

In den 1790er Jahren wird der Gothaer Kaufmannssohn Georg Heinrich Kanoldt von seinem Vater nach Hamburg in die Handelslehre geschickt. Neben der Arbeit und Ausbildung im Hause des Kaufmanns Schultz lernt Georg eine Reihe merkwürdiger Leute kennen und hat manches Erlebnis in der großen Stadt.

Da sind Maximilian und Barbara, Schultz' Kinder, mit denen er einen Ausflug unternimmt, der ganz anders als geplant endet. Da ist Stanislaus, der bei einem Pfandleiher arbeitet und seltsame wissenschaftliche Forschungen betreibt. Mit ihm und dem Hafenarbeiter und Bootsbauer Adam Probst verläuft sich Georg in den dunklen Gassen zu einem Haus, wo auch zu nächtlicher Stunde noch ein Licht leuchtet.

Schultzens ehemaliger Angestellter Arnold Overbeck, der jetzt auf eigene Faust arbeitet, betreibt mit Georg einen Stand auf dem Markt, und gemeinsam holen sie eine Fuhre Schafe aus der Heide, wobei unser Held in arge Schwierigkeiten gerät.

Schultz nimmt Georg mit zu einem Besuch aufs Land bei dem Baron Klestau, den er um Geld anpumpen will. Und der Hund Hannibal, den Georg bei dem Hundefänger Zanussi besorgt hat, damit er den Hinterhof bewachen soll, verschafft ihm durch ein kleines Malheur die Bekanntschaft mit Carola, dem Mädchen, das Georg unbedingt wiedersehen möchte ...


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  Susanne Riedinger
  Der Sternenhimmel im Juni

 

Deutschland 1938. Ulrike ist eine junge Frau und lebt in einer Kleinstadt in Thüringen.

Der Reichskanzler und Führer Adolf Hitler und seine Partei haben alle Macht an sich gerissen. Vor dem Hintergrund von wirtschaftlichem Aufschwung, drohender Kriegsgefahr und Verfolgung politischer Gegner erlebt Ulrike die Ausbreitung des faschistischen Geistes im täglichen Leben.

Sie kümmert sich um den trunksüchtigen Erich und dessen Sohn "Karlchen", der stets zu Streichen aufgelegt, aber ansonsten ein lieber Junge ist.

Während sich zwischen ihrer Freundin Anna und dem Hitlerjugend Funktionär Wolfgang eine Beziehung entwickelt, bleibt Ulrike vorerst allein.

Eines Tages taucht ihre Tante Gertrud auf und das Wiedersehen verändert Ulrikes Schicksal in ungeahnter Weise.

Dem Stil der großen Vorbilder Hans Fallada und Heinrich Böll verpflichtet, schildert diese Erzählung das Leben der einfachen Leute mit Herz und einer Brise Humor.


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Alexander Fuchs : Fotografie nightletter@web.de