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| Gothaer Hefte |
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| herausgegeben von Alexander Fuchs |
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| nightletter@web.de |
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| Heinrich von Kleist |
| Die Erzählungen |
| Kleists Erzählungen zählen zu den Meisterwerken der deutschen Literatur. Wir geben sie hier in einer sprachlich leicht modernisierten Ausgabe.
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| Leseprobe |
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| Richard Koenig |
| Aus dem Leben des Georg Heinrich Kanoldt |
| In den 1790er Jahren wird der Gothaer Kaufmannssohn Georg Heinrich Kanoldt von seinem Vater nach Hamburg in die Handelslehre geschickt. Neben der Arbeit und Ausbildung im Hause des Kaufmanns Schultz lernt Georg eine Reihe merkwürdiger Leute kennen und hat manches Erlebnis in der großen Stadt. Da sind Maximilian und Barbara, Schultz' Kinder, mit denen er einen Ausflug unternimmt, der ganz anders als geplant endet. Da ist Stanislaus, der bei einem Pfandleiher arbeitet und seltsame wissenschaftliche Forschungen betreibt. Mit ihm und dem Hafenarbeiter und Bootsbauer Adam Probst verläuft sich Georg in den dunklen Gassen zu einem Haus, wo auch zu nächtlicher Stunde noch ein Licht leuchtet. Schultzens ehemaliger Angestellter Arnold Overbeck, der jetzt auf eigene Faust arbeitet, betreibt mit Georg einen Stand auf dem Markt, und gemeinsam holen sie eine Fuhre Schafe aus der Heide, wobei unser Held in arge Schwierigkeiten gerät. Schultz nimmt Georg mit zu einem Besuch aufs Land bei dem Baron Klestau, den er um Geld anpumpen will. Und der Hund Hannibal, den Georg bei dem Hundefänger Zanussi besorgt hat, damit er den Hinterhof bewachen soll, verschafft ihm durch ein kleines Malheur die Bekanntschaft mit Carola, dem Mädchen, das Georg unbedingt wiedersehen möchte ...
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| Leseprobe |
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| Susanne Riedinger |
| Der Sternenhimmel im Juni |
| Ulrike ist eine junge Frau und lebt in einer Kleinstadt in Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus. Vor dem Hintergrund der Machtentfaltung des Reichskanzlers Hitler und seiner Partei, wirtschaftlichem Aufschwung, drohender Kriegsgefahr und Verfolgung politischer Gegner erlebt sie die Ausbreitung des faschistischen Geistes im täglichen Leben. Ulrike kümmert sich um Karl, den Jungen aus sozial benachteiligtem Milieu, der dennoch voller Lebensfreude und Optimismus ist. Während sich zwischen ihrer Freundin Anna und dem Hitlerjugend Funktionär Wolfgang eine Beziehung entwickelt, bleibt Ulrike vorerst allein. Eines Tages taucht ihre Tante Gertrud auf und das Wiedersehen verändert Ulrikes Schicksal in ungeahnter Weise.
Diese Erzählung ist dem Stil eines Hans Fallada verpflichtet und schildert das Leben der einfachen Leute mit Herz und Humor.
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| Leseprobe |
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| Friederike Haller |
Eine traurige Geschichte aus dem napoleonischen Krieg |
| Erika und Michael leben in einem Dorf im Süden Thüringens. Buchstäblich über Nacht bricht der Krieg über sie herein und trennt sie voneinander. Erika bangt um ihren Mann und wird selbst das Opfer der verhängnisvollen Ereignisse.
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| Leseprobe |
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| Alexander Fuchs |
| Entkommen |
| Der deutsche Ingenieur Paul Kelling arbeitet im Auftrag seiner Firma in einem Land im Innern Südamerikas. Die Kupfermine, in der Paul für die Technik verantwortlich ist, hat große wirtschaftliche Bedeutung für die Region und für die Stadt Santa Rosa. Laut einem Gutachten und damit verbundenen Probebohrungen wird in dem Gebiet eine mächtige Erzader vermutet. Aber mit diesen Voraussagen scheint etwas nicht zu stimmen. In Europa läuft der Krieg, den Deutschland entfesselt hat, auf Hochtouren, Frankreich ist besetzt, die Sowjetunion zu weiten Teilen erobert. Für die Juden in Deutschland hat die nächste Phase der Vernichtung begonnen. Josef Waldstein ist Teilhaber von Pauls Firma "Schmitt & Waldstein" und außerdem sein Schwiegervater. Pauls Frau Esther wohnt nach wie vor in der gemeinsamen Wohnung der Eheleute in Dresden. Während einer nächtlichen Schießerei hilft Paul dem Eingeborenen Ansit, einem Waldbauern, der mit seiner Familie und seinen Kameraden aus ihrem Dorf vertrieben wurde. Paul und Ansit werden Freunde. Ein alter Ex-General will eine paramilitärische Truppe aufbauen und versucht, Paul dafür auszunutzen. Durch einen Zufall lernt Paul eine junge Frau kennen, die in Santa Rosa einen Laden mit Waren aller Art betreibt. Lydia ist eine attraktive, selbstbewusste, aber offenbar schwierige Persönlichkeit. Als Esther Kelling von einer Reise zurückkehrt, findet sie in Dresden das Haus ihres Vaters Josef ausgeraubt, er selbst ist verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach ihm. Schließlich gerät sie in die Fänge des SS Hauptsturmführers Heinrich Francken, der ihr das Leben zur Hölle macht.
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| Leseprobe |
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| Richard Koenig |
| Geschichte eines Sommers |
| Der alternde Schriftsteller Anton Alexander Zarrenthin lebt auf seinem Hof und Gut an dem Flüsschen Imse im Thüringer Land. Es ist die Zeit um 1800, als sich Europa im politischen Umbruch befindet, und in den geistigen Sphären die Klassik Goethes und Schillers (der in einer kleinen Episode im Roman auftritt) abgelöst wird durch die Ideen der Romantik mit ihrem Hang zur Schwärmerei und Leidenschaft.
Leidenschaft treibt auch diese Männer und Frauen um, die auf Zarrenthins Gut zusammentreffen. Sie debattieren über das Leben und die Welt, über Kunst und Liebe, über den Geschmack des Publikums, über die Mode und über den Krieg. Sie kommen einander nahe und bleiben sich fern.
Eine bunte Gesellschaft verschiedenartiger Charaktere ist es, die sich auf das angenehmste die Zeit vertreibt - bis der Tod den Aufenthalt abrupt beendet.
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| Friederike Haller |
| Herakles im Asyl |
| Für Herakles gibt es einen sehr komplizierten und wohl auch teilweise konstruierten Stammbaum, mit der Tendenz, auf Perseus zu verweisen, den Sohn von Zeus und der Danae. Perseus zeugte mit Andromeda den Alkaios.
Alkaios ist der väterliche, Elektryon der mütterliche Großvater des Herakles. Sehr früh verband man den Perseus-Stammbaum mit dem des Pelops, dem Sohn von Tantalos und Namensgeber von Peloponnes.
Herakles' väterlicher Großvater Alkaios ist mit der Pelops-Tochter Lysidike vermählt. Ihrer beider Sohn ist Amphitryon.
Die Tochter von Elektryon (Herakles Großvater mütterlicherseits) ist Alkmene.
Während Amphitryon im Krieg ist, kommt Zeus in dessen Gestalt und schläft mit Alkmene. In derselben Nacht kommt Amphitryon zurück und schläft ebenfalls mit seiner Gattin. Ihr werden zwei Söhne (Zwillinge) geboren: Herakles und (der sterbliche) Iphikles.
Hera (Zeus' Ehefrau), die zeitlebens nicht gut auf den Helden zu sprechen ist, schickt zwei Schlangen in seine Wiege, die ihn töten sollen, aber Herakles erwürgt sie. Da tritt der Seher Teiresias auf und prophezeit die künftigen Heldentaten.
In einem, wahrscheinlich von Hera verursachten Wahnsinnanfall tötet Herakles seine eigenen Kinder und bedroht den Vater. Nach einem Bericht des Apollonios geht Herakles nach dem Mord in das Land der Phaiaken, um seine Seele zu reinigen.
Das ist die mythologische Vorlage für diese Erzählung.
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| Fabio Paulfeld |
| Johann Zelters Reise ans Ende der Welt |
| Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der Photograph Johann Zelter bekommt Besuch eines mysteriösen Mannes, der ihm Photographien von südamerikanischen Landschaften anbietet. Johann kann sich dem Zauber dieser Bilder nicht entziehen und beschließt, für ein Jahr nach Argentinien zu reisen. In dem Ort San Gabriel am Fuße der Cordilleren eröffnet er ein Atelier. Als er für die Lokalzeitung Photos von getöteten Banditen macht, bekommt er von verschiedenen Seiten Ärger. Eines Tages macht er sich zu der lange geplanten Exkursion ins Gebirge auf und bald ist er völlig auf sich allein angewiesen. Da stürzt er und verletzt sich lebensgefährlich.
Dieser Roman erscheint voraussichtlich im Herbst 2010.
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